BIM-Gesamtkoordination · Deutschlandweit · Nach DIN EN ISO 19650

Ein Modell.
Eine Wahrheit.
Eine Koordination.

Wir vereinen Architektur, Tragwerk und TGA uvw. zu einem widerspruchsfreien Koordinationsmodell. Als unabhängige BIM-Gesamtkoordination steuern wir Modellqualität, Kollisionsfreiheit und Informationskonsistenz – disziplinübergreifend, softwareneutral und entlang der DIN EN ISO 19650.

01 · Leistungen

Drei Disziplinen,
ein widerspruchsfreies Modell.

Wir bieten BIM-Gesamtkoordination, fachbezogene BIM-Koordination und unabhängige BIM-Qualitätssicherung. Je nach Projekt verantworten wir den gesamten Koordinationsprozess oder ergänzen Ihr Team mit spezialisierter Expertise – immer im Rahmen klar definierter Rollen nach DIN EN ISO 19650.

/ 01

BIM-Gesamt­koordination

Disziplinübergreifende Steuerung des BIM-Prozesses. Wir führen alle Fachmodelle zum Koordinationsmodell zusammen, organisieren Freigabezyklen im CDE und verantworten die Gesamt­qualität nach AIA und BAP.

  • Koordinations­modell & Modellzusammenführung
  • CDE-Aufbau & Strukturierung
  • BAP-Fortschreibung & Steuerung
  • Interdisziplinäre Issue-Steuerung
Mehr zur Gesamtkoordination
/ 02

BIM-Koordination

Fachbezogene Koordination einzelner Disziplinen – Architektur, Tragwerk, TGA, Außenanlagen. Modellprüfung, Kollisions­kontrolle und BCF-basierte Issue-Kommunikation auf Ebene des einzelnen Fachmodells.

  • Modell­strukturierung & LOIN
  • Fachmodellprüfung & Validierung
  • BCF-Workflows & Issue-Tracking
  • Koordinations­besprechungen
Mehr zur Koordination
/ 03

BIM-Qualitäts­sicherung

Unabhängige, regelbasierte Modellprüfung. Wir validieren geometrische, semantische und alphanumerische Anforderungen aus AIA und LOIN – mit dokumentierten Prüfprotokollen und Quality Gates pro Leistungsphase.

  • Regelbasierte Modell­prüfung
  • Kollisions­prüfung (Hard / Soft)
  • LOIN- & Attribut-Validierung
  • QS-Protokolle & Quality Gates
Mehr zur Qualitätssicherung
01.1

Koordinations­modell & Modell­zusammenführung

Wir konsolidieren Architektur-, Tragwerks- und TGA-Modelle sowie Außenanlagen- / Landschaftsarchitekturmodelle in einem zentralen Koordinationsmodell. Aktualisierungs­zyklen, Versionierung und Vergleichsläufe sichern, dass alle Beteiligten auf der gleichen Datengrundlage arbeiten.

IFC 4 Federated Model Container-Workflow
01.2

BAP-Erstellung & -Fortschreibung

Der BIM-Abwicklungsplan ist das operative Drehbuch Ihres Projekts. Wir entwerfen, validieren und pflegen den BAP – inklusive Rollenmatrix, Anwendungsfällen, Informationsanforderungen (LOIN), Datenaustausch­szenarien und Quality Gates.

BAP nach VDI 2552 AIA-Abgleich Rollen & Matrix
01.3

Common Data Environment (CDE)

Wir richten Ihre Kollaborations­umgebung nach DIN EN ISO 19650 ein: Statusketten (Work in Progress → Shared → Published → Archived), Berechtigungs­konzepte, automatisierte Freigabe­workflows und revisionssichere Archivierung.

BIMcollab Catenda Hub Trimble Connect think project!
01.4

Koordinations­besprechungen & Issue-Steuerung

Strukturierte BIM-Jour-Fixes mit modellbasierten Tagesordnungspunkten. BCF-basiertes Issue-Tracking sorgt für eindeutige Zuordnung von Konflikten, transparente Bearbeitungs­stände und auditfähige Dokumentation – von der Identifikation bis zur Behebung.

BCF 2.1 / 3.0 Modellbegehung Auditfähigkeit
01.5

Strategieberatung & Auftraggeber­informations­anforderungen (AIA)

Auf Bauherrenseite definieren wir, was BIM für Ihr Projekt konkret leisten soll. Daraus entstehen belastbare Auftraggeber-Informations­anforderungen (AIA) als Vertragsbestandteil für die Ausschreibung – inkl. Anwendungs­fall-Katalog und LOIN-Spezifikation.

AIA-Erstellung Anwendungsfälle Vergabe­vorbereitung
02.1

Fachmodell­prüfung & Strukturkontrolle

Wir prüfen Ihre Fachmodelle gegen die Modellierungs­richtlinien des BAP: Namens­konventionen, Klassifizierung, Geschoss- und Achs­raster, Bauteilstruktur, IFC-Mapping und Vollständigkeit der Eigenschaften.

Solibri DESITE md pro / VDC Manager Modellierungs­richtlinien
02.2

Kollisions­prüfung (Clash Detection)

Systematische Identifikation harter und weicher Kollisionen – modellintern und zwischen Fachmodellen. Wir priorisieren Befunde nach Bauablauf, Kostenrelevanz und Lösungs­aufwand und führen sie BCF-basiert der Klärung zu.

Hard Clash Soft Clash 4D-Kollision Solibri
02.3

LOIN & Informationsanforderungen pro Leistungsphase

Wir definieren und kontrollieren den Level of Information Need (LOIN) je Disziplin und Leistungsphase – geometrisch (LoG), alphanumerisch (LoI) und dokumentenbezogen. So entsteht in jeder Phase exakt der Informations­gehalt, den die Anwendungsfälle benötigen – nicht mehr, nicht weniger.

LOIN nach EN 17412 LP 2–8 Property Sets
02.4

BCF-Workflows & Issue-Tracking

Jeder Modellbefund wird als BCF-Issue mit Koordinaten­bezug, Screenshot, Verantwortlichem und Fristen erfasst. Ein klarer Statusworkflow (Open → Assigned → Resolved → Closed) macht den Fortschritt der Modell­qualität jederzeit messbar.

BCF 3.0 Solibri Revizto
02.5

Schulung & Befähigung Ihrer Fachplaner

Auf Wunsch befähigen wir Ihre Planungs­teams: Onboarding zu BAP-Konformität, Modellierungs­workshops, Tool-Schulungen für IFC-Export und BCF-Bearbeitung. Ziel ist die kontinuierliche Hebung der Eigen-QS in den Fachgewerken.

Workshops IFC-Export Coaching
03.1

Geometrische Prüfung

Räumliche Konflikte erkennen, bevor sie auf der Baustelle Kosten verursachen: Hard Clashes zwischen Gewerken, Soft Clashes durch unzureichende Wartungs­räume, Kollisionen mit tragender Struktur. Wir liefern priorisierte Berichte mit Lösungs­empfehlungen.

03.2

Inhaltliche & alphanumerische Prüfung

Sind alle geforderten Property Sets vorhanden? Stimmen Brandschutzklassen, Bauteil­dicken, U-Werte, IFC-Klassifikation, KG-Zuordnung? Regelbasierte Validierung gegen die AIA – mit eindeutiger Übersicht über fehlende oder fehlerhafte Attribute.

03.3

Funktionale & bautechnische Prüfung

Erfüllt das Modell bautechnische Mindest­anforderungen? Brüstungs­höhen, Mindestbreiten, Rettungswege, Barrierefreiheit, Mindestabstände technischer Anlagen. Regelsätze lassen sich projektspezifisch parametrieren und automatisiert ausführen.

03.4

Quality Gates & Freigabe­protokolle

Zu jedem Phasenende formales Quality Gate: definierter Prüfumfang, dokumentierter Befund, klare Freigabe oder Nachforderung. So entstehen lückenlose QS-Nachweise – auch für VgV-Verfahren und öffentliche Auftraggeber.

03.5

Mengen- & Datenqualität

Belastbare Mengen­auswertung setzt belastbare Modelle voraus. Wir prüfen die Voraussetzungen für modellbasierte Mengenermittlung nach DIN 276.

« Ein BIM-Modell ist nur so viel wert wie die Daten, die es enthält – und das Vertrauen, mit dem alle Beteiligten darauf zugreifen können. »
Grundsatz unserer Arbeit
02 · Vorgehen

Vom Auftrag zum
koordinierten Modell.

Wir folgen einem klar getakteten Prozess nach DIN EN ISO 19650. Jede Phase liefert konkrete, prüfbare Ergebnisse – kein Black-Box-Workflow, sondern transparente Schritte mit definierten Übergaben.

Phase 01

Analyse & Zieldefinition

Bauherrenziele, Anwendungs­fälle, Rahmen­bedingungen. Wir klären, wofür BIM Ihr Projekt konkret messbar verbessern soll.

Phase 02

AIA & BAP

Auftraggeber-Informations­anforderungen und BIM-Abwicklungsplan als verbindliche Vertrags­grundlage – inkl. LOIN-Matrix und Rollen.

Phase 03

CDE-Setup

Aufbau der Common Data Environment: Strukturen, Berechtigungen, Status-Workflows. Die Plattform-Wahl richtet sich nach Ihrem Projekt – nicht umgekehrt.

Phase 04

Koordination & QS

Operativer Regelbetrieb: Modell­zusammenführung, Kollisions­prüfung, BCF-Issues, BIM-Jour-Fixes – getaktet pro Leistungsphase.

Phase 05

Übergabe & Betrieb

As-Built-Modell, Datenübergabe ans CAFM, Dokumentation. Optional begleiten wir die Modellpflege im Betrieb über LP 9 hinaus.

03 · Standards

Normen sind kein Selbstzweck.
Sie sind unsere Grundlage.

Wir arbeiten konsequent normbasiert. Das schützt Ihr Projekt vor methodischen Sonderwegen und sichert Anschluss­fähigkeit bei Partnerwechseln.

→ Normenreihe

DIN EN ISO 19650

Standard für Informations­management mit BIM. Teile 1–6 für Konzepte, Lieferphase, Betrieb, Sicherheit und Daten­austausch.

→ Richtlinie

VDI 2552

Deutsche BIM-Richtlinienreihe für Begriffe, Datenaustausch, Klassifikation, Modellierung, Mengen, Kosten und Termine.

→ Honorar

AHO Nr. 11 & HOAI

Honorierung von BIM-Leistungen im Kontext der HOAI – Trennung von Grundleistungen und Besonderen Leistungen nach AHO-Empfehlung.

→ Datenaustausch

IFC 4 & BCF 3.0

openBIM-Datenformate von buildingSMART für software­neutralen Modell- und Issue-Austausch in heterogenen Planungs­teams.

→ Informationsbedarf

EN 17412 (LOIN)

Europäischer Standard für den Level of Information Need – geometrische, alphanumerische und dokumentenbezogene Anforderungen.

→ Strategie

Stufenplan Bund

BIM-Pflicht für öffentliche Großprojekte und Masterpläne BIM Bundesbauten und Bundesfernstraßen – Rahmen für Bundes- und Länderprojekte.

→ Klassifikation

DIN SPEC 91400

Standardisierte Bauteil­klassifikation und Eigenschaften – Grundlage für STLB-Bau-konforme Mengen- und Leistungs­ermittlung aus dem Modell.

→ Vertragsmuster

BAK / BIngK

Empfehlungen der Bundesarchitekten- und Bundesingenieur­kammern zu Leistungsbild, Vertrag und Vergütung für BIM-Projekte.

04 · Anwendungsfälle

BIM-Anwendungsfälle,
die Wirkung entfalten.

Aus dem Katalog der über 30 verbreiteten BIM-Anwendungs­fälle priorisieren wir die für Ihr Projekt wirtschaftlich relevanten – statt teurer Vollausstattung ohne klaren Nutzen. Eine Auswahl, mit der wir regelmäßig arbeiten:

AwF

Bestandserfassung & Bestands­modellierung

Auf Basis von Punktwolken aus Laserscans entstehen präzise Bestands­modelle als Grundlage für Umbau-, Sanierungs- und Erweiterungs­projekte.

AwF

Koordination der Fachgewerke

Disziplinübergreifende Abstimmung von Architektur, Tragwerk und TGA über ein Koordinations­modell – mit klaren Schnittstellen je Leistungsphase.

AwF

Modellbasierte Mengenermittlung

Strukturierte Mengen- und Massen­auswertung direkt aus dem Modell – nach DIN 276, AKVS oder STLB-Bau-konformen Gliederungen.

AwF

Kollisions­prüfung & Konflikt­management

Identifikation, Priorisierung und Auflösung räumlicher und funktionaler Konflikte – BCF-basiert dokumentiert, auditfähig nachverfolgbar.

AwF

Visualisierung & Variantenstudium

Modellbasierte Visualisierungen für Bauherren-Entscheidungen, Beteiligungs­verfahren und die Bewertung von Planungs­alternativen.

AwF

Terminplanung (4D)

Verknüpfung des Modells mit Bauablauf­plänen zur Visualisierung von Bauphasen, Logistik und kritischen Pfaden – Identifikation von 4D-Kollisionen.

AwF

Kostenplanung (5D)

Anbindung von Mengen an Kostenkennwerte und LV-Positionen für eine modellgestützte Kosten­schätzung, -berechnung und -kontrolle.

AwF

As-Built-Dokumentation

Übergabefähige Bestands­modelle nach Ausführung – inklusive Datenanreicherung für den Betrieb und CAFM-Schnittstellen.

AwF

Datenübergabe an Facility Management

Strukturierte Datenübergabe an CAFM-Systeme nach COBie / CAFM Connect oder herstellerspezifischen Schnittstellen für den Gebäude­betrieb.

05 · Differenzierung

Was uns von anderen
BIM-Dienstleistern unterscheidet.

Es gibt viele Anbieter für BIM-Leistungen. Wir konzentrieren uns auf das, was den größten Hebel hat – konsistente Modelle, belastbare Prozesse, klare Verantwortung.

→ 01

Softwareneutralität – kein Lock-in

Wir arbeiten openBIM-konform und sind nicht an eine Toolchain gebunden. So lässt sich Ihre Projekt­landschaft frei kombinieren – Revit, Allplan, Archicad, Tekla, Solibri, Navisworks, BIMcollab.

→ 02

Klare Rollen, klare Verantwortung

Wir vermischen nicht Objektplanung mit Koordination. Diese strikte Trennung schützt Ihr Projekt vor Haftungs­vermischungen und schafft saubere Schnittstellen für Versicherung und Vergabe.

→ 03

Pragmatik vor Formalismus

Normkonform – aber nie Selbstzweck. Wir setzen genau die Anwendungs­fälle und Detaillierungen um, die für Ihr Projekt einen messbaren Mehrwert liefern. Nicht mehr, nicht weniger.

→ 04

Auditfähige Dokumentation

Jede QS-Maßnahme, jeder Issue, jede Freigabe wird nachvollziehbar dokumentiert. Im Streitfall – oder bei öffentlichen Prüfungen – ist Ihre Prozesskette belastbar.

→ 05

Erfahrung über Sparten hinweg

Hochbau, Tiefbau, Industriebau, öffentliche Bauten, Forschungs- und Laborgebäude uvw.. Wir bringen Methoden­erfahrung mit, die sich kontextspezifisch anpasst.

→ 06

Skalierbar von Tag eins

Vom Workshop-Tag bis zur permanenten Vor-Ort-Koordination im Großprojekt: Wir skalieren unser Team mit Ihrer Projektphase – ohne Onboarding-Aufschlag in den heißen Phasen.

06 · Einsatzgebiete

BIM-Koordination
in ganz Deutschland.

Wir arbeiten bundesweit. BIM-Koordination ist eine modellbasierte Tätigkeit – die meisten Aufgaben erledigen wir remote über ein Common Data Environment. Für Auftakt-Workshops, BAP-Klausuren, Quality Gates und kritische Koordinations­besprechungen sind wir auch vor Ort. Standorte sind also nicht entscheidend – Erreichbarkeit und Prozessqualität sind es.

→ Modus 01

Remote-Koordination als Standard

Modellzusammenführung, Kollisions­prüfung, Issue-Tracking und CDE-Steuerung erfolgen vollständig digital. Dabei ist die räumliche Distanz zu Ihrem Projekt­standort irrelevant – wir koordinieren genauso effizient Projekte in Hamburg wie in München.

→ Modus 02

Vor-Ort-Termine bei Bedarf

Für Kick-offs, BAP-Workshops, Phasenfreigaben und Bauherren-Reviews kommen wir zu Ihnen – mit eingeplanter Reisezeit, transparent kalkuliert, in der Regel ein- bis zweimal pro Quartal je Projekt.

→ Modus 03

Hybride Großprojekte

Bei Großprojekten oder kritischen Bauphasen stellen wir auch dauerhaft präsentes Personal vor Ort. Modell-Hoheit bleibt zentral, operative Koordination kann projektweise dezentralisiert werden.

Aktive Einsatzgebiete bundesweit

Wir können Projekte in allen 16 Bundesländern betreuen. Sowohl Ballungsräume mit hoher Bautätigkeit als auch mittelständische Strukturen profitieren von einer disziplinübergreifenden BIM-Gesamtkoordination – unabhängig davon, ob ein Forschungs­gebäude in Sachsen, ein Verwaltungsbau in Nordrhein-Westfalen oder ein Krankenhaus in Bayern entsteht.

Norddeutschland Hamburg · Bremen · Schleswig-Holstein · Niedersachsen · Mecklenburg-Vorpommern
Westdeutschland Nordrhein-Westfalen · Rheinland-Pfalz · Saarland · Hessen
Süddeutschland Baden-Württemberg · Bayern
Ostdeutschland Berlin · Brandenburg · Sachsen · Sachsen-Anhalt · Thüringen

Bevorzugte Tätigkeit in Deutschland; Projekte in Österreich und der Schweiz auf Anfrage. Verkehrssprache ist Deutsch, alle Dokumentation auch auf Englisch lieferbar.

07 · FAQ

Häufig gestellte Fragen
zur BIM-Koordination.

Was ist der Unterschied zwischen BIM-Koordination und BIM-Gesamtkoordination?
Die BIM-Koordination prüft und steuert die Modelle einer einzelnen Fachdisziplin – etwa Architektur, Tragwerk oder TGA. Die BIM-Gesamtkoordination führt alle Fachmodelle zu einem konsistenten Koordinations­modell zusammen, stellt deren Interoperabilität sicher und verantwortet die fachübergreifende Qualitäts­sicherung gemäß DIN EN ISO 19650. Während Fachkoordination dezentral pro Disziplin stattfindet, ist die Gesamtkoordination zentrale Anlaufstelle für den BIM-Prozess.
Nach welchen Normen und Standards arbeiten Sie?
Unsere Prozesse folgen DIN EN ISO 19650 (Teile 1 bis 6), VDI 2552 sowie den Empfehlungen des AHO-Heftes Nr. 11 und der Bundesarchitekten­kammer. Der Daten­austausch erfolgt openBIM-konform via IFC 2x3 / 4 und BCF 2.1 bzw. 3.0. Kommunikation und Freigaben laufen über ein Common Data Environment (CDE) nach DIN EN ISO-19650-Statusketten (Work in Progress, Shared, Published, Archived).
Wie wird BIM-Koordination in der HOAI honoriert?
BIM-Koordinations­leistungen sind in der Regel Besondere Leistungen außerhalb der Grundleistungen der HOAI. Sie werden frei vereinbart – auf Basis eines projektspezifischen Leistungsbildes und der definierten BIM-Anwendungs­fälle aus AIA und BAP. Das AHO-Heft Nr. 11 liefert hierfür eine etablierte Strukturierung. BIM-neutrale Grundleistungen (etwa Ortsbesichtigung oder Bauantrags­unterlagen) unterliegen weiter dem HOAI-Preisrecht.
Welche Software setzen Sie für die Modellprüfung ein?
Wir arbeiten softwareneutral. Für die regelbasierte Modellprüfung kommen Solibri Office oder DESITE md pro / VDC Manager zum Einsatz – ergänzt um openBIM-Workflows mit IFC 2x3 / 4 und BCF 2.1/3.0. Die Tool-Wahl richtet sich nach Projektgröße, vorhandener Infrastruktur und Anwendungsfall – nicht nach einem starren Standard.
Ab welcher Leistungsphase sollte die BIM-Gesamtkoordination eingebunden werden?
Ideal ist die Einbindung bereits in den Leistungsphasen 1–2 zur Mitwirkung an AIA, BAP und der BIM-Strategie. Die operative Koordination beginnt typischerweise in LP 3 (Entwurfsplanung) und begleitet das Projekt bis LP 8. Eine spätere Einbindung ist möglich, führt aber häufig zu rückwirkenden Korrekturen an Modellstruktur und LOIN – mit entsprechendem Mehraufwand.
Was ist ein BIM-Abwicklungsplan (BAP) und wer erstellt ihn?
Der BAP ist das operative Drehbuch des Projekts. Er übersetzt die Auftraggeber-Informations­anforderungen (AIA) in konkrete Modellierungs- und Koordinations­regeln: Anwendungs­fälle, Informationsanforderungen (LOIN), Rollen, Übergabeformate, Prüfregeln und Zeitachsen. Die Erstellung erfolgt durch die BIM-Gesamtkoordination – initial vor Projektstart, fortgeschrieben über alle Leistungsphasen.
Können Sie auch in laufende Projekte einsteigen?
Ja. Wir führen ein Audit der bestehenden Modell­landschaft und Prozesse durch, identifizieren Schwachstellen und schlagen einen Migrationspfad vor. In vielen Fällen lässt sich auch in laufenden Projekten noch erheblicher Mehrwert durch konsequente Qualitätssicherung und nachgeschärfte Koordinations­prozesse erzielen – ohne das Projekt zu destabilisieren.
Sind Sie auch für öffentliche Auftraggeber und VgV-Verfahren geeignet?
Ja. Wir kennen die Anforderungen aus Stufenplan, Masterplan BIM Bundesbauten und Masterplan BIM Bundesfernstraßen sowie die landesspezifischen Initiativen. Wir liefern auditfähige Dokumentation, normkonforme Prozesse und unterstützen bei der Vorbereitung von Vergabe­unterlagen mit BIM-Anteilen.

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Region Bundesweit, DACH
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